Bodenrichtwerte

Bodenrichtwerte in der Gemeinde Kreßberg

Bodenrichtwerte zum Stichtag 31.12.2016

 

Gesetzliche Bestimmungen:

Bodenrichtwerte werden gemäß § 193 Abs. 5 Baugesetzbuch (BauGB) vom zuständigen Gutachterausschuss für Grundstückswerte nach den Bestimmungen des BauGB und der Immobilienwertermittlungsverordnung ermittelt.

 

Grundlage:

Grundlage für die Ermittlung der Bodenrichtwerte ist die Auswertung der Kaufverträge (Kaufpreissammlung). Die aktuellen Bodenrichtwerte wurden aufgrund der Kaufpreis­sammlungen der Jahre 2015 und 2016 zum Stichtag 31.12.2016 ermittelt.

 

Begriffsdefinition

Der Bodenrichtwert (§ 196 Abs. 1 BauGB) ist der durchschnittliche Lagewert des Bodens für eine Mehrheit von Grundstücken innerhalb eines abgegrenzten Gebiets (Bodenrichtwert­zone), die nach ihren Grundstücksmerkmalen, insbesondere nach Art und Maß der Nutzbarkeit weitgehend übereinstimmen und für die im Wesentlichen gleiche allgemeine Wertverhältnisse vorliegen. Er ist bezogen auf den Quadratmeter Grundstücksfläche eines Grundstücks mit den dargestellten Grundstücksmerkmalen (Bodenrichtwertgrundstück).

Der Bodenrichtwert enthält keine Wertanteile für Aufwuchs, Gebäude, bauliche und sonstige Anlagen.

Bei bebauten Grundstücken wird der Wert ermittelt, der sich ergeben würde, wenn der Boden unbebaut wäre (§ 196 Abs. 1 Satz 2 BauGB).

Eventuelle Abweichungen eines einzelnen Grundstücks vom Bodenrichtwertgrundstück hinsichtlich seiner Grundstücksmerkmale (zum Beispiel hinsichtlich des Erschließungs­zustands, des beitrags- und abgabenrechtlichen Zustands, der Art und des Maßes der baulichen Nutzung) sind bei der Ermittlung des Verkehrswertes des betreffenden Grundstücks zu berücksichtigen.

Die Abgrenzung der Bodenrichtwertzone sowie die Festsetzung der Höhe des Bodenrichtwerts begründen keine Ansprüche zum Beispiel gegenüber den Trägern der Bauleitplanung, Baugenehmigungsbehörden oder Landwirtschaftsbehörden.

Der Bodenrichtwertzone können Zonennummern zugeordnet sein.

 

Hinweis:

Soweit die Bebaubarkeit eines Grundstücks nicht durch einen Bebauungsplan oder eine Satzung nach § 35 Abs. 6 oder § 34 Abs. 4 des Baugesetzbuches eindeutig feststeht, ist bei Grundstücken in Ortsrandlage gegebenenfalls die Bebaubarkeit durch eine Bauvoranfrage bei der Baurechtsbehörde abzuklären. Die Zuordnung eines Grundstücks zu einer Bodenrichtwertzone begründet keine Ansprüche auf Erteilung einer Baugenehmigung und keine Haftungsansprüche gegenüber dem Gutachterausschuss.

 

Weitere Festsetzungen:

Die Festsetzung weiterer für die Wertermittlung erforderlicher Daten wie Kapitalisierungs­sätze / Liegenschaftszinssätze; Umrechnungskoeffizienten, Indexreihen oder Vergleichs­faktoren ist aufgrund fehlender Datengrundlage (sehr wenige Verkaufsfälle etwa von Gewerbeimmobilien (Mietwohngrundstücke, Geschäftsgrundstücke) oder Eigentums­wohnungen für das Gemeindegebiet Kreßberg nicht möglich. Diese Daten werden bei Bedarf von benachbarten Gutachterausschüssen mit Gebieten vergleichbarer Struktur übernommen.