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Florian trifft Christoph | 04.04.2018

Schon seit Weihnachten des Vorjahres stand fest, dass die Kreßberger Feuerwehr am 15. März 2018 die Gelegenheit haben würde, den ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 65 zu besichtigen. Neben den Kameraden aus der Führungsgruppe und verschiedene Funktioner in der Feuerwehr  ließ sich auch Bürgermeister Robert Fischer die Gelegenheit nicht entgehen.


Eigens für die ADAC-Luftrettung wurde am Flugplatz in Sinbronn ein Hubschrauberhangar errichtet. Seit September 2015 werden Rettungseinsätze von dort aus geflogen. Mit der Stationierung in Sinbronn wurde eine Rettungshubschrauber-Versorgungslücke in Westmittelfranken geschlossen.
Bei der Ankunft waren die Kameraden zunächst erschrocken, denn es war weit und breit kein Fluggerät zu sehen. Ein Einsatz hatte den Hubschrauber vom Typ Eurocopter 135 nach Rothenburg ob der Tauber verschlagen. Da jedoch mit einer baldigen Rückkehr zu rechnen war, nutzte die Gruppe die Gelegenheit, um sich vom diensthabenden Luftraumüberwacher das Gebäude zeigen zu lassen. Neben der Halle für den Hubschrauber stehen in Sinbronn auch Einrichtungen zum Waschen und Desinfizieren von Einsatzkleidung sowie Schulungs-, Aufenthalts- und Ruheräume zur Verfügung.

Die Kameraden konnten nach dem Rundgang die Landung des Helikopters welcher gerade aus Rothenburg gekommen ist, vom Hangar aus beobachten. Während der Hubschrauber auf seiner Plattform in den Hangar gefahren wurde, begrüßte der Pilot die Gruppe und stellte die ADAC-Luftrettung vor. Seit der Eröffnung des Standorts vor etwas über zwei Jahren sind bereits weit über 3000 Einsätze geflogen worden. Die Besatzung besteht aus einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistent. Nach Alarmeingang startet der Helikopter innerhalb von zwei bis drei Minuten.
Die Kameraden nutzten die Gelegenheit ausgiebig, um den Piloten mit vielen Fragen zu löchern. So erfuhren sie auch einige technische Details: so ein Rettungshubschrauber kostet mehr als 4 Millionen Euro, er hat zwei Turbinen mit jeweils über 700 PS und wird momentan nur auf Sicht geflogen, obwohl sowohl der Helikopter als auch das Gebäude schon für Nachtflüge vorbereitet sind. Zum Landen reicht dem Piloten der Platz, den zwei Autos belegen (wenn der Rotor frei drehen kann) und in Sinbronn gibt es auch eine Kerosintankstelle.

Zum Abschluss der Besichtigung übergab Kommandant Martin Kett dem Piloten als kleines Dankeschön einen Korb mit Kreßberger Spezialitäten, bevor sich auch die Kameraden stärken durften.