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Vertragsunterzeichnung mit der AWO für eine starke Zusammenarbeit im Bereich der Schulsozialarbeit ist erfolgt | 13.05.2026

Der Gemeinderat hat die Verwaltungsspitze mit der Ausarbeitung eines Konzepts zur Einführung von Schulsozialarbeit an der Schule am Kreßberg in Zusammenarbeit mit der Schulleitung beauftragt. Die Ergebnisse wurden dem Rat in der Märzsitzung vorgestellt und es wurde beschlossen in Zusammenarbeit mit der auf diesem Gebiet bereits sehr erfolgreich agierenden AWO Schwäbisch Hall eine 50%-Stelle ab dem kommenden Schuljahr an unserer Grundschule in Marktlustenau zu schaffen.

Hauptziel der Schulsozialarbeit ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung zu stärken, sie in schwierigen Situationen zu unterstützen und ihre sozialen Kompetenzen zu fördern. Gleichzeitig stellt sie eine wichtige Schnittstelle zwischen Schule, Familie und weiteren Hilfesystemen dar.

Die Arbeit der Schulsozialarbeit basiert im Wesentlichen auf zwei zentralen Säulen:
1. Einzelfallberatung und Unterstützung
Ein wesentlicher Bestandteil ist die individuelle Beratung und Begleitung von Schülerinnen und Schülern bei persönlichen, schulischen oder familiären Problemlagen. Dabei können unter anderem Aufgaben wahrgenommen werden, wie die Beratung von Schülerinnen und Schülern bei persönlichen oder schulischen Problemen, die Unterstützung in Konflikt- und Krisensituationen, die Begleitung bei sozialen oder emotionalen Schwierigkeiten, Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrkräften sowie externen Fachstellen und die Vermittlung zu weiterführenden Hilfsangeboten. Durch die sozialpädagogische Begleitung können Probleme frühzeitig erkannt und gemeinsam Lösungen entwickelt werden.

2. Präventionsarbeit
Neben der individuellen Unterstützung spielt die präventive Arbeit eine zentrale Rolle. Ziel ist es, problematischen Entwicklungen frühzeitig vorzubeugen und soziale Kompetenzen zu stärken, zum Beispiel durch Präventionsangebote zu Themen wie Mobbing, Gewalt oder Sucht; Projekte zur Stärkung von sozialen Kompetenzen und Konfliktlösungen; Klassenangebote und Workshops, sowie Unterstützung bei der Entwicklung eines schulischen Sozialkonzept. Diese Angebote ergänzen den schulischen Bildungsauftrag und tragen zu einem positiven Schulklima bei.

Kosten für die 50%-Stelle inkl. Nebenkosten fallen knapp 50.000 Euro pro Jahr an. Eine Förderung wird beim Landkreis und beim Land beantragt. Die Fördermitteltöpfe werden jedoch mit zunehmendem finanziellem Druck auf allen politischen Ebenen weniger, weshalb zur Höhe der Förderung derzeit keine verlässliche Auskunft - jedoch maximal rund 16.700 Euro - gegeben werden kann.

Vertragsunterzeichnung mit der AWO für eine starke Zusammenarbeit im Bereich der Schulsozialarbeit ist erfolgt