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Interkommunaler Gewerbepark Kreßberg-Fichtenau feierlich eingeweiht | 01.10.2026

Gemeinsames Projekt von Kreßberg und Fichtenau schafft neue Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung

Am Freitag, 25. September 2026, wurde der Interkommunale Gewerbepark Kreßberg-Fichtenau bei Bergbronn feierlich eingeweiht. Rund 100 geladene Gäste, darunter zahlreiche Ehrengäste, die ehemaligen Grundstückseigentümer, Vertreter der beteiligten Unternehmen und Planungsbüros sowie die angrenzende Bevölkerung aus Bergbronn, waren zusammengekommen, um den Abschluss eines Projekts zu feiern, dessen Geschichte bereits vor rund zehn Jahren begonnen hatte.

Zur offiziellen Einweihungsfeier begrüßte Bürgermeisterin Annemarie Mürter-Mayer, zugleich Verbandsvorsitzende des Zweckverbands Interkommunaler Gewerbepark Kreßberg-Fichtenau, die Gäste. Besonders willkommen hieß sie ihre Kollegin und stellvertretende Verbandsvorsitzende, Bürgermeisterin Anja Schmidt-Wagemann, Finanzdezernent Jonathan Richter vom Landkreis Schwäbisch Hall und Crailsheims Sozial- und Baubürgermeister Jörg Steuler sowie die Mitglieder der Gemeinderäte. Ihr Dank und Gruß galt außerdem den beteiligten Planungs- und Ingenieurbüros, den ausführenden Unternehmen, den ehemaligen Grundstückseigentümern und insbesondere auch den Nachbarn des Gewerbeparks und der anwesenden Bevölkerung von Bergbronn.

Von der Idee zum fertigen Gewerbepark

In ihrer Ansprache blickte Bürgermeisterin Mürter-Mayer auf die lange Entstehungsgeschichte des gemeinsamen Projekts zurück. Die Idee eines interkommunalen Gewerbegebiets bei Bergbronn war erstmals 2016 öffentlich im Kreßberger Gemeinderat beraten worden. Im Jahr 2017 schlossen sich Kreßberg und Fichtenau zum Zweckverband Gewerbepark Kreßberg-Fichtenau zusammen.

Nach einer längeren Phase, in der das Projekt zunächst nicht weiterverfolgt worden war, nahm die Planung ab 2021 wieder deutlich an Fahrt auf. Die Bürgermeisterin betonte, dass für sie die Notwendigkeit einer interkommunalen Zusammenarbeit bei der Gewerbeansiedlung stets außer Frage gestanden habe. Unterschiedliche Voraussetzungen bei der regionalplanerischen Ausweisung von Gewerbeflächen und bei der Verfügbarkeit geeigneter Flächen hätten letztlich den Weg für eine gemeinsame Lösung bereitet.

Von 2022 bis Anfang 2024 wurden die weiteren Schritte der Bauleitplanung einschließlich Öffentlichkeitsbeteiligung und behördlicher Genehmigung durchgeführt. Im Oktober 2024 wurden die Ingenieurleistungen vergeben und die Ausführungsplanung aufgenommen. Parallel erfolgten der Grunderwerb und die weiteren Vorbereitungen für die Erschließung. Am 7. April 2025 wurden schließlich die Erschließungsarbeiten vergeben. Mit dem symbolischen Spatenstich am 20. August 2025 begann die sichtbare Umsetzung des Projekts.

Erfolgreiche Umsetzung unter dem Kostenansatz

Die Erschließungsarbeiten verliefen nach den Worten der Bürgermeisterin im vorgesehenen Zeitplan. Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro CDM Smith SE und der Thannhauser Straßen- und Tiefbau GmbH aus Fremdingen seien die während der Bauphase auftretenden Herausforderungen konstruktiv und zuverlässig gelöst worden.

Besonders erfreulich sei dabei die Entwicklung der Kosten gewesen: Statt der ursprünglich veranschlagten 6,1 Millionen Euro beliefen sich die Baukosten auf rund 3,6 Millionen Euro. Zusätzlich konnten für das Projekt Fördermittel in Höhe von 750.000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum eingeworben werden.

Neun Hektar für die gewerbliche Entwicklung

Der Interkommunale Gewerbepark umfasst insgesamt rund neun Hektar. Davon stehen etwa 62.000 Quadratmeter als veräußerbare Gewerbeentwicklungsfläche zur Verfügung. Die Lage in unmittelbarer Nähe zur Autobahnauffahrt auf die A7 und ohne Ortsdurchfahrt bietet gute Voraussetzungen für die weitere gewerbliche Entwicklung.

Bürgermeisterin Mürter-Mayer bezeichnete die Investition in ihrer Ansprache als wichtigen Baustein für die zukünftige Entwicklung beider Kommunen. Mit dem Gewerbepark seien die Gemeinden für die kommenden Jahre gut aufgestellt und hätten eine wichtige Grundlage für Wachstum, Innovation und eine langfristig tragfähige Entwicklung im ländlichen Raum geschaffen.

Rücksicht auf die angrenzende Bevölkerung

Bei der Planung und Umsetzung des Gewerbeparks war auch die angrenzende Bevölkerung in Bergbronn stets im Blick. Ziel von Verwaltungsführung, Gemeinderäten und Zweckverbandsversammlung war es, die Auswirkungen auf den Ortsteil möglichst gering zu halten.

So wurden die zulässigen Gebäudehöhen entsprechend der Bauleitplanung im zentralen Bereich auf die abgesenkten Geländeteile verwiesen. Ein zusätzlicher, noch zu bepflanzender Wall soll die Sicht auf die Gebäude reduzieren. Für den westlichen Teil des Gewerbeparks wurden außerdem Vorgaben getroffen, die Gebäudeöffnungen in Richtung Bergbronn untersagen und damit zusätzlichen Lärmschutz gewährleisten sollen.

Interkommunale Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

In ihrem Rückblick stellte die Bürgermeisterin besonders die Zusammenarbeit zwischen Kreßberg und Fichtenau heraus. „Ohne Fichtenau gäbe es diesen Gewerbepark nicht – ohne Kreßberg gäbe es ihn auch nicht“, fasste sie die Bedeutung des gemeinsamen Projekts zusammen.

Dass der Gewerbepark nun fertiggestellt werden konnte, sei das Ergebnis einer langjährigen und intensiven Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter. Mürter-Mayer dankte den Gemeinderäten aus drei Amtsperioden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Verwaltungen, den Genehmigungsbehörden, den Planern und Ingenieuren sowie den ausführenden Firmen.

Ein besonderer persönlicher Dank galt den ehemaligen Grundstückseigentümern, mit denen offene und faire Gespräche geführt worden seien und die den erforderlichen Grunderwerb ermöglicht hätten. Auch Bürgermeisterin Anja Schmidt-Wagemann dankte Mürter-Mayer ausdrücklich für ihre verlässliche Unterstützung und die gemeinsame Überzeugung, dass die interkommunale Zusammenarbeit der richtige Weg gewesen sei.

Landkreis unterstrich Bedeutung interkommunaler Zusammenarbeit

Im Anschluss an die Ansprache der Verbandsvorsitzenden sprach Finanzdezernent Jonathan Richter für den Landkreis Schwäbisch Hall. Er unterstrich die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit und würdigte das gemeinsame Vorgehen von Kreßberg und Fichtenau.

Gerade für Kommunen im ländlichen Raum sei es von großer Bedeutung, Entwicklungsmöglichkeiten gemeinsam zu nutzen, Kräfte zu bündeln und Projekte über Gemeindegrenzen hinweg zu realisieren. Der Interkommunale Gewerbepark Kreßberg-Fichtenau sei hierfür ein sichtbares Beispiel.

Offizieller Banddurchschnitt und gemeinsamer Ausklang

Beim anschließenden offiziellen Banddurchschnitt wurde der Gewerbepark schließlich symbolisch seiner Zukunft übergeben. Bei Essen und Getränken klang die Einweihungsfeier anschließend in geselliger Runde aus. Es wurde miteinander gesprochen, zurückgeblickt und natürlich auch ein wenig auf das Erreichte angestoßen.

Aus einer Idee, die vor zehn Jahren noch für Diskussionen sorgte, ist heute ein gemeinsames Zukunftsprojekt von Kreßberg und Fichtenau geworden. Die Einweihung war damit nicht nur der Abschluss einer intensiven Planungs- und Bauphase, sondern zugleich der Startschuss für die weitere Entwicklung des Gewerbeparks und damit für neue Perspektiven in unserer Region.

Interkommunaler Gewerbepark Kreßberg-Fichtenau feierlich eingeweiht Interkommunaler Gewerbepark Kreßberg-Fichtenau feierlich eingeweiht