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Regierungspräsident überbringt den Förderbescheid persönlich | 23.07.2020

Die Gemeinde Kreßberg hat in den letzten Jahren mit einem Ingenieurbüro ein Strukturgutachten für die Abwasserbeseitigung erarbeitet. Dies war notwendig geworden nachdem bei der beinahe vier Jahrzehnte alten Sammelkläranlage in Riegelbach eine umfassende Sanierung ansteht und die Kläranlagen in Wüstenau und Bergbronn ebenfalls saniert oder sogar umgebaut werden müssten. Mittelfristig sieht dieses Gutachten einen Anschluss der beiden Kläranlagen an die Hauptanlage in Riegelbach vor. Die gesamte Maßnahme hat über die nächsten Jahre verteilt einen voraussichtlichen Finanzierungsbedarf von rund 12 Millionen Euro. In einem ersten Schritt ist die Sanierung der Kläranlage in Riegelbach mit einem Kostenaufwand von rund 6,8 Millionen vorgesehen. Für diese Maßnahme überbrachte Regierungspräsident Wolfgang Reimer persönlich den Förderbescheid in Höhe von 3.130.600 Euro. Bei der Übergabe betonte der Regierungspräsident, dass die Erweiterung der Sammelkläranlage Riegelbach zur Aufnahme der Abwasser der beiden anderen Kläranlagen ein weiterer Baustein für eine zukunftsfähige und effektive Abwasserbeseitigung in der Gemeinde Kreßberg sei. Auch die Umwelt profitiere davon, weil größere Anlagen eine bessere Reinigungsleistung erzielen und wirtschaftlicher, energieeffizienter sowie wasserschonender betrieben werden können. In Kreßberg werden insgesamt fünf Kläranlagen in Riegelbach, Wüstenau, Bergbronn, Gaisbühl und Schönbronn betrieben. Aufgrund des Strukturgutachtens hat es sich ergeben, dass langfristig die wirtschaftlichste und wasserwirtschaftlich sinnvollste Lösung der Anschluss der Kläranlagen Wüstenau und Bergbronn an die Sammelkläranlage Riegelbach ist. Dazu wird auch die Sammelkläranlage Riegelbach von derzeit 4.250 Einwohnerwerten auf 6.600 ausgebaut werden.

 

Bürgermeister Robert Fischer bedankte sich im Beisein von Matthias Schelbert von CDM Smith Crailsheim, der Gemeindekämmerin Annemarie Mürter-Mayer und dem stv. Klärwärter Roland Vetter für die zugesagte Förderung. Er stellte fest, dass im Bereich der Abwasserbeseitigung für die Unterhaltung der umfangreichen Kanalstrecken und der Kläranlagen immer wieder Investitionen notwendig sind, um die Reinigungsleistung zu erhalten und zu verbessern.

 

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit jedoch auch um den Regierungspräsidenten auf das Thema Ortsumgehung Bergbronn und weitere noch beantragte und in den letzen Jahren bei der Förderung nicht zum Zuge gekommenen Sanierungsmaßnahmen von Kanalstrecken und der Abtrennung von Fremdwassereinleitungen aufmerksam zu machen.